Ein neues Mitglied erzählt, wie es ihn zu den Segelfliegern verschlagen hat :
Hallo, in den folgenden Zeilen möchte ich kurz meine Beweggründe schildern, Segelflieger zu werden und wie ich bei den Fliegern in Bohlenbergerfeld aufgenommen wurde, um bisher Unentschlossene zu motivieren den entscheidenden Schritt zu machen !
Das faszinierendste, was es für mich gibt, ist das Fliegen. Ich habe schon lange Zeit den Wunsch gehabt, selbst einmal ein
Flugzeug zu steuern. Vor etwa drei Jahren machte ich mich dann mal an einem
sogenannten „Tag der offenen Tür“ auf nach Mariensiel und reihte mich
in die lange Schlange der auf einen Rundflug wartenden ein. Es war ein
Erlebnis!
Leider ist die Ausübung des Motorsportfluges doch ein sehr kostenintensives Hobby, so daß ich mich nicht durchringen
konnte, eine Ausbildung zum Piloten für Motorflieger zu machen.
Dann kam kürzlich durch Zufall die Erleuchtung. Ich traf einen Bekannten, der mir berichtete, daß er in Kürze
die Ausbildung zum Piloten bei der Deutschen Lufthansa beginnen würde.
Er berichtete, daß er schon längere Zeit Segelflieger wäre....
und so kamen wir dann ins Gespräch. Wir redeten so über das Fliegen
und natürlich auch über die Bedingungen, die man dann erfüllen
muß, wenn man selbst Segelflieger werden will.
Ich bin ein Mann von schnellen Entscheidungen. Drei Tage später machte ich eine Radtour zum Segelflugplatz Bohlenberge in Zetel
und vereinbarte einen Probeflug, der dann auch zwei Tage später stattfand.
Ich wurde dann auch ganz herzlich von den Mitgliedern des Segelflugvereins begrüßt und ehe ich mich versah schnallte
man mir schon einen Fallschirm an. Einen Rückzieher konnte ich nun
ja natürlich nicht mehr machen. Ich stieg also in ein zweisitziges
Segelflugzeug ein und wunderte mich über die vielen Instrumente. Ich
kann mich noch an Bilder aus meiner Kinderzeit erinnern (ich bin jetzt
52), als die Flieger doch noch sehr primitiv aussahen und auch ausgestattet
waren.
Es folgte der Sicherheitsscheck und das Kommando „Es kann eingeklinkt werden!“ (die Flugzeuge werden nämlich meistens mit
einer Seilwinde in den Himmel gezogen). Und dann ging die Post ab ! Nach
einer kurzen, immer schneller werdenden Strecke auf dem Boden, ging es
recht steil und schnell in die Lüfte. Irgendwann gab es einen kurzen
Ruck – das Seil war ausgeklinkt worden und wir schwebten durch die Luft.
Beeindruckend war die im Vergleich zu einem Motorflugzeug wunderbare Stille.
Der Pilot erklärte mir, was man alles so in der Umgebung sehen konnte,
woran man sich zum Beispiel auch orientieren kann, und natürlich auch
die einzelnen Flugphasen. Verstanden habe ich zwar nicht viel von den Fachbegriffen,
aber ich habe spontan einen Entschluß gefaßt: Ich werde Segelflieger
!!!
Gedacht und getan. Jetzt, etwa 6 Wochen nach diesem ersten Flug habe ich schon insgesamt zehnmal vorn im Flugzeug gesessen und bin
dabei, mich langsam an die Fliegerei heranzutasten. Dabei stehen
mir sehr erfahrene, Flugkameraden bzw. Fluglehrer zur Seite. Und noch etwas:
Nicht nur das Fliegen macht Spaß, auch das sehr kameradschaftliche
Verhältnis der Vereinsmitglieder gefällt mir. Ich werde wohl
noch sehr viele schöne Stunden im Segelflugverein Bohlenberge verbringen.
Peter Herz
